Wie funktionieren Doping-Kontrollen ?

Wann?

Dopingkontrollen werden bei allen großen Wettkämpfen, im Training oder in Trainingslagern durchgeführt.

Wie?

Der Kontrolleur muss sich dabei als erstes ausweisen (bei Sportlerinnen sollte es eine Kontrolleurin sein). Anschließend beaufsichtigt er unter Sichtkontrolle das Urinieren des Sportlers in den Messbecher. Bei Startschwierigkeiten wird der Sportler unter Aufsicht gehalten, natürlich wird ihm dann extra viel zu Trinken verabreicht.

Ist der Messbecher gefüllt, wird der Urin in eine A- und eine B-Flasche umgeschüttet. Sie werden sicher verschlossen, so dass sie nur noch durch die Zerstörung des Verschlusses geöffnet werden können.

Der Sportler muss nun noch angeben, welche Medikamente er in den letzten Tagen eingenommen hat und anschließend mit seiner Unterschrift bestätigen, dass die Kontrolle korrekt verlaufen ist. Falls man mit der Kontrolle nicht einverstanden war, wird auch das notiert. Zum Schluss werden die Flaschen ins Labor transportiert.

Was dann?

Nun wird die A-Probe untersucht. Wenn sie negativ ausfällt, ist alles in Ordnung. Ist sie jedoch positiv, wird der Verband informiert und der Sportler benachrichtigt. Dann wird die B-Probe analysiert, bei dem der Sportler sowie ein Vertrauter dabei ist. Ist auch diese positiv, obliegt es dem Verband, eine Strafe zu verhängen.

Die Menge der verbotenen Substanzen ist bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Koffein) unerheblich. Deshalb ist schon eine Spur eines Doping-Mittels strafbar, es gibt keinen Unterschied zu einer höheren Dosis. Wer nicht zur Kontrolle erscheint, gilt auch als gedopt.



Heutzutage ist es nicht immer möglich, Sportler des Dopings zu überführen, da es immer neue Substanzen gibt, welche die Kontrolleure oft noch nicht kennen. Deshalb ist das Prozedere mittlerweile nicht mehr mit einer negativen Probe vorbei. Oft werden Urinproben noch lange aufbewahrt und nach neuen Entdeckungen erneut geprüft.