Was ist Doping?

Doping bedeutet, dass ein Sportler verbotene Medikamente Einnimmt oder anwendet. Die Verbote werden von den jeweiligen Sportverbänden bestimmt. Der Grund für das Verbot ist in erster Linie die unfaire und nicht trainingsbedingte Leistungssteigerung, die durch diese Dopingmittel hervorgerufen wird. Außerdem wird durch die Einnahme die Gesundheit des Sportlers beeinträchtigt – denn Doping ist ein Risiko!

Die Menschen haben schon seit langer Zeit den Traum, ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Zuhilfenahme von pharmakologischen Wirkstoffen zu verbessern. Die meisten Dopingmittel wurden ursprünglich hergestellt, um Krankheiten zu heilen.

So setzten Sportler schon bei den Wettkämpfen in der Antike stimulierende Substanzen ein, um besser als ihre Mitstreiter zu sein. Ob in den Anfängen der Olympischen Spiele der Neuzeit regelmäßig gedopt wurde, ist unbekannt, die ersten Regeln, die das Doping einschränkten bzw. verboten wurde jedenfalls erst gegen Ende der 60er Jahre eingesetzt. Damals kam es plötzlich zu Todesfällen, vor allem im Radrennsport, weshalb die Mediziner aufmerksam auf verschiedene Mittel wurden. Einer der bekanntesten ehemaligen Sportler, die im Wettkampf starben, war der Radrennfahrer Tom Simpson, der 1967 während der Tour de France tödlich zusammenbrach. Hier kam zu der Einnahme von Amphetaminen eine extreme Temperaturbelastung, die der Körper nicht aushielt. Deshalb wurden nun die ersten Anti-Doping-Regeln gegen die Anwendung von Stimulanzien und Narkotika im Wettkampf ausgesprochen. Im Laufe der Jahre wurde die Liste der verbotenen Substanzen erweitert.



Folgende Fälle gelten laut Welt Anti-Doping Agentur (WADA) als Verstöße:

- Die Anwendung oder auch nur der Versuch der Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode.

- Die Verweigerung oder Nichterfüllung einer Dopingkontrolle ohne entsprechende Begründung.

- Die Nichtverfügbarkeit bei Kontrollen außerhalb des Wettkampfes bzw. das Nichteinhalten der Aufenthaltsmeldepflicht.

- Der Betrug oder der Versuch eines Betruges bei der Dopingkontrolle.

- Der Besitz von verbotenen Substanzen oder die Weitergabe einer verbotenen Substanz.

- Die Mitbeteiligung oder Ermutigung eines Dritten, gegen die Anti-Doping Regeln zu verstoßen.